zurück zu Hause

Wir sind wieder zu Hause. Wenn wir sagen, wo wir waren, reagieren viele Leute erschreckt und ich habe irgendwie fast ein schlechtes Gewissen zu sagen, dass die Katastrophe so spurlos an uns in Mindanao vorbeigegangen ist. Wir fragen uns, ob wir - wenn wir im Katastrophengebiet gewesem wären, respektive Mindanao betroffen gewesen wäre - wir überhaupt hätten helfen könnten. Wenn kein Essen und sauberes Wasser mehr vorhanden ist, könnten wir auch keines abgeben. Allerdings weiss ich nicht, wie das denn nun tatsächlich in so Katastrophengebieten ist und ob nicht doch vielleicht die Reichen weiterhin auf ihren Nahrungsmittelreserven sitzen bleiben oder mit genug Geld die letzten Nahrungsmittel erwerben können. Gerade heute habe ich gelesen, dass ein Reisdepot geplündert worden sei. Der Gedanke, dass tausende von Leuten hungern und unweit davon tonnenweise Reis lagert, finde ich schlimm. Wenn ich an die Bürokratie auf den Philippinen denke und dass jeweils eine Person nur für einen kleinen Teilbereich in einer Firma, Bank usw verantwortlich ist, dann kann ich mir vorstellen, dass es der Regierung wegen mangelder kurzen und spontanen Entscheidungswege nicht möglich ist, diesen lagernden Reisbestand aufzukaufen.

Die Schweizer und viele andere Länder werden nun viel Geld spenden für die Philippinen - und das ist auch gut so. Dass so viel wie möglich Gutes getan wird mit diesem Geld, bleibt unsere Hoffnung und vor allem dass die Hilfe schnell ankommt.

So schliessen wir nun diese Blogreihe in Gedanken an die Sturmopfer auf Leyte und den anderen betroffenen Gebieten und mit Dankbarkeit dafür, dass unsere Freunde in Romblon und unsere Kinder und deren Familien in Calaanan verschont blieben.

Liebe Grüsse und danke fürs Lesen

Franca und Mäge

14.11.13 05:49

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